Viele Ortschaften laden wieder zum Osterfeuer ein

Landkreis Osterholz. Lodernde Reisighaufen werden am kommenden Wochenende Sa, 31.03.2018, 19:00 Uhr Schützenplatz Ritterhude viele Menschen auf das Osterfest einstimmen.

Und hier ein Bericht von Weser-Kurier

Ab Sonnabend werden in der Region zahlreiche Reisighaufen entfacht / Tierschützen mahnen Bürger zur Umsicht

Ortschaften laden zum Osterfeuer ein

Christian Valek 21.04.20110 Kommentare

Im Stadtgebiet von Osterholz-Scharmbeck beginnt das Entfachen der Osterfeuer am Sonnabend, 23. April, um 18 Uhr in der Ortschaft Sandhausen. Der Brennplatz befindet sich gegenüber der Straße „Am Mühlenbach“. Um 19 Uhr beginnen die übrigen Brauchtumsfeuer zu lodern. In diesem Jahr sind die Ortschaften Heilshorn (Alt Heilshorn), Ohlenstedt (Biloher Straße), Garlstedt (Buggehorn Sandgrube), Hülseberg (Hinterm Feuerwehrgerätehaus) und Teufelsmoor (Hinter dem Feuerwehrgerätehaus) dabei. In Pennigbüttel werden zwei Feuer um 19 Uhr entzündet. Besucher können an der Pennigbütteler Straße (Hinter dem Sportplatz des „SV Komet“) und auf der Weide am Sandbeckdamm zuschauen. Jede Veranstaltung soll um 24 Uhr beendet sein, teilt die Stadtverwaltung mit.

In der Gemeinde Ritterhude werden um 18 Uhr zunächst die Feuer entfacht in Platjenwerbe (Auf dem Glind), in Ihlpohl (Osterhagen), in Stendorf (Im Strenge) und in Lesumstotel-Werschenrege (Heller Damm). Die Osterfeuer-Feier auf dem Schützenplatz in Alt-Ritterhude soll um 19 Uhr starten.

In der Samtgemeinde Hambergen wird das erste öffentliche Osterfeuer um 18 Uhr entfacht. Die Menschen in Lübberstedt werden mit dem Brauch beginnen. Als Brennort ist der Übungsplatz Kampstraße vorgesehen. Ab 19 Uhr folgen die Feuer in Axstedt (Alter Kirchweg), in Hambergen (Brennplatz Vohrlingen), in Bornreihe (Bornreiher Straße) und in Vollersode (Am Lunzenweg). Um 19.30 Uhr sollen die Holzhaufen folgen in Holste (Nähe Schützenhalle / Hinter dem Hof Freye), in In Wallhöfen (Schlornsweg / Wallhöfener Straße) und in Oldendorf (L128/ Postweg).

Die Mitarbeiter in der Verwaltung der Samtgemeinde Hagen haben ebenfalls zahlreiche Osterfeuer mitgeteilt. Die ersten sollen um 19 Uhr angezündet werden. Diese finden statt in den Ortschaften Harrendorf (Finnaerberg), Hoope (Bolzplatz Mühlenweg), Wersabe (Am Deich) und Wulsbüttel (an der Straße Zum Walde). Gegen 19.30 Uhr werden weitere Feuer folgen in den Ortschaften Albstedt (Sandkuhle Mehrtens), Bramstedt (Wittstedter Straße), Driftsethe (An der Reithalle), Kassebruch (Auf dem Mühlenbarg), Lohe (Sandkuhle), Sandstedt (Kompostplatz Nähe Fähre) und Uthlede (Sandkuhle an der Hagener Straße). Ab 20 Uhr werden die Haufen angesteckt in Offenwarden (Sandkuhle Offenwarder Helmer) und in Wittstedt (Kreuzung Kreisstraße / Auf der Alm). In der Ortschaft Hagen ist das Osterfeuer für Sonntag, 24. April, vorgesehen. Das Feuer auf der Weide an der Mühlenstraße soll um 19 Uhr angezündet werden, heißt es in einer Mitteilung aus dem Ordnungsamt der Samtgemeinde.

Die Feuerwehr in Gnarrenburg veranstaltet am Ostersonntag für Kinder und Jugendliche auch in diesem Jahr einen Fackellauf. Startpunkt ist der Lidl-Parkplatz im Ort. Von hier aus geht es mit musikalischer Unterhaltung durch den Spielmannszug Ackermann zum Brennplatz auf der Wiese am Feuerwehrgerätehaus. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr werden den Gästen neben Getränken auch Herzhaftes kredenzen. Unter anderem soll es Steaks vom Grill geben, teilt Ortsbrandmeister Jörg Suske mit.

Igel sind gefährdet

Tierschützer bitten alle Verantwortlichen an den Brennplätzen in der Region um Aufmerksamkeit. Viele Tiere suchten Schutz unter den Reisighaufen. Andere nutzen Haufen von Grünschnitt als Nachtquartier und Nistplatz. In der aufgeräumten Landschaft fehle es an Rückzugsmöglichkeiten. „Da stürzen sich die Tiere regelrecht auf solche Naturstellen“, erläutert Maja Langsdorff. Besonders Igel seien gefährdet, warnt sie.

Die Naturschützerin und Vorsitzende des Imkervereins Teufelsmoor rät, die Reisighaufen zum Schutz der seltenen Stacheltiere nicht zu früh umzuschichten. „Am besten ist es, den Haufen wenige Stunden vor dem Abbrennen zu kontrollieren und dann möglichst umzuschichten.“ Wer das am Abend zuvor erledige, werde in vielen Fällen keine Erfolg erzielen. Der Grund: Die Igel sind abends auf Nahrungssuche und verlassen dazu die Ruheplätze.

Auch viele Amseln und Rotkehlchen würden aufgeschichtete Reisighaufen als Nistplatz auswählen. Mit Forke und Schaufel sollte man sich sachte vortasten, um Verletzungen der Vögel zu vermeiden. „Mit etwas Vorsicht bleibt das Osterfeuer ein toller Brauch“, sagt Langsdorff.

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